von Simone Gerdesmeier
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Film

G- Men From Hell

OV / USA / 2000 / 98 min


R: Christopher Coppola
D: William Forsythe, Tate Donovan, Barry Newman

Sie sind beileibe keine Engel. Die beiden FBI-Agenten Mike Mattress und Dean Crept scheuen sich nicht, das Gesetz auch mal nach ihren Wünschen auszulegen. Die Strafe folgt auf dem Fuß - beide sterben im Kugelhagel und landen prompt in der Hölle. Nach der ersten Begegnung mit dem streitsüchtigen Satan ist eines klar: Sie müssen hier so schnell wie möglich wieder weg. Das bedeutet, auf Erden nur noch gute Taten zu verrichten, um sich den Weg zum Himmel zu verdienen. Nicht so einfach, wenn man sein ganzes Leben der Order des FBI gehorcht hat und nicht mal sicher weiß, was eine gute Tat eigentlich ist. Da liegt es nahe, Detektiv zu werden und hilflose Damen vor finsteren Gestalten zu retten. Die hilflose Dame heißt Gloria, die vermeintlich finstere Gestalt ist ihr Angetrauter, der Millionär Greydon Lake. Als Greydon plötzlich ermordet wird, gelten Mattress und Crept für die Polizei nicht nur als Hauptverdächtige, sie haben auch noch den rachsüchtigen Teufel auf den Fersen, der keine seiner Seelen an die gute Seite verlieren will. Die Verfilmung des Kult-Comics »Grafik Muzik« von Mike Allred ist eine grelle Farce, die mitten hinein führt in die bizarre Stadt Snap City, die kein bisschen freundlicher ist als die Hölle selbst. Christopher Coppola gewann eine Starbesetzung bis in die Nebenrollen: Neben Tate Donovan und William Forsythe, als geläuterte Detektive aus der Hölle, agieren Gary Busey, Vanessa Angel, Barry Newman und Bob Goldthwait.

Zuerst veröffentlicht im Programmheft des 12. Internationalen Filmfest Oldenburg 2005
18.6.06 13:28


Heathers

OV / USA / 0 / 102 min


R: Michael Lehmann
D: Winona Ryder, Christian Slater, Shannen Doherty, Lisanne Falk

Jugendliche sind grausam. Macht und Popularität sind die Maßstäbe, wer nicht so schön, so reich, so hip ist wie die anderen, kann seinen Platz von der Beliebtheitsliste streichen. Konformität heißt das Schlagwort, Angepasstheit an die Peergroup ist das Ziel. So gesehen kann Veronica sich glücklich schätzen, in den exklusiven Freundeskreis der Heathers aufgenommen zu werden. Heather, Heather und Heather sind die bewunderten Queens der Highschool. Aber Veronica ist schon bald genervt von der Oberflächlichkeit und den leeren Worthülsen, die beim Croquet gewechselt werden. Neuankömmling JD verspricht da Abwechslung. Stark bedacht auf seinen Status als Exzentriker führt er Veronica auf den krassesten Weg der Selbstfindung, dem nach und nach nicht nur die drei Heathers zum Opfer fallen. Rabenschwarz rechnet Michael Lehmanns mit Gruppenzwang und jugendlicher Todessehnsucht ab. In der begnadet überzeichneten Farce wird Westerburg High zum Spiegelbild einer popularitätssüchtigen Jugendkultur, der auf ihrer Suche nach sich Selbst kein Opfer zu viel ist und die Suizid als den ultimativen Selbsterfahrungstrip feiert.

Zuerst veröffentlicht im Programmheft des 12. Internationalen
Filmfest Oldenburg 2005
18.6.06 13:33


How the Garcia Girls Spent Their Summer

OV / USA / 2005 / 128 min


R: Georgina Garcia Riedel
D: Elisabeth Pena, America Ferrera, Steven Bauer

Das Leben fließt ruhig dahin in dem kleinen Städtchen in Arizona, in dem die drei Frauen der Garcia-Familie leben. Das ändert sich, als die Matriarchin Dona Genova sich entscheidet, ein Auto zu kaufen – trotz ihres Alters von 70 Jahren und eines fehlenden Führerscheins. Ihr Gärtner, Don Pedro, gibt ihr Fahrstunden und schon hat die Dorfgemeinschaft ein neues Thema für den alltäglichen Tratsch gefunden. Sehr zum Missvergnügen von Genovas Tochter Lolita. Deprimiert und verbittert lebt sie nach ihrer Scheidung mit ihrer 17jährigen, stark pubertierenden Tochter Blanca zusammen. Aber auch in Lolitas und Blancas Leben treten schon bald Männer, die ihren Alltag durcheinander wirbeln. Selten hat ein Film das sexuelle Erwachen von Frauen so sensibel und liebevoll beleuchtet wie Georgina Riedels poetische Geschichte. Sie beobachtet drei verschiedene Generationen bei der Wieder- und Neuentdeckung der Liebe, schwankend zwischen Emanzipation, Verlangen und Einsamkeit. Komische wie emotionale Elemente schaffen einen Gegenpol zu sexualisierten Hollywood-Filmen, in denen sich die Darstellung der Liebe auf nackte Körper beschränkt. Riedel bietet ihren drei Schauspielerinnen viel Raum, die Charaktere zu entwickeln – Ergebnis ist das zauberhafte Zusammenspiel eines charmanten Ensembles, mit der hinreißenden America Ferrera als Teenager Blanca.

Zuerst veröffentlicht im Programmheft des 12. Internationalen
Filmfest Oldenburg 2005
18.6.06 13:25


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