von Simone Gerdesmeier
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A Hole in My Heart

OmeU / SWE / 2004 / 98 min


R: Lukas Moodysson
D: Thorsten Flinck, Sanna Brading

Auf engstem Raum leben sie zusammen, Rickard, der Porno-Filmer, seine Darsteller Gecko und Tess und Rickards stiller, scheuer Sohn Erik, gescheiterte Existenzen allesamt. Im Taumel zwischen gegenseitiger Abscheu und dem Bedürfnis nach Nähe bilden die vier eine merkwürdige Ersatzfamilie – jeder von ihnen auf der Suche nach etwas, um das Loch in seinem Herzen zu stopfen, die innere Leere zu füllen. Unfähig, ihre Gefühle zu artikulieren, finden sie Erlösung nur durch Sex und Gewalt, im Ausleben von Fantasien, die andere Menschen sich nicht mal vorzustellen wagen. Moodysson rückt den Protagonisten mit seiner Kamera unerbittlich näher und näher, kehrt das Innere nach außen. Die Bilder sind extrem, sie sind schmerzhaft und sie lassen den Zuschauer keine Sekunde aus dem schrecklich faszinierenden Gemenge von Ekstase und Ekel entkommen. Noch eindringlicher aber sind die Gespräche und Monologe, die den Schmerz und die Verzweiflung der Charaktere schonungslos offen legen. Rickard, Gecko, Tess und Erik schaffen sich ihre eigene kranke Welt, denn an der Krankheit der Realität außerhalb ihrer vier Wände sind sie zerbrochen.

Zuerst veröffentlicht im Programheft des 12. Internationalen
Filmfest Oldenburg 2005
18.6.06 13:26
 


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